2017 - Taekwon-Do Kulturreise Korea (Busan/Seoul)
2017 - Taekwon-Do Kulturreise Korea (Busan/Seoul)

Kinder mit ADHS im traditionellen Taekwon-Do



Viele Eltern kommen in den Unterricht mit der Frage,
ob traditionelles Taekwon-Do für ein Kind geeignet sei,
bei dem ADHS diagnostiziert wurde.


Vor Beantwortung der Frage folgende Informationen von neutraler Seite:

1.) ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die auch als Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom oder Hyperkinetische Störung (HKS) bezeichnet wird, ist eine bereits im Kindesalter beginnende psychische Störung, die sich durch Probleme mit der Aufmerksamkeit sowie Impulsivität und häufig auch Hyperaktivität auszeichnet. Etwa drei bis zehn Prozent aller Kinder zeigen Symptome im Sinne einer ADHS. Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Die Symptome können mit unterschiedlicher Ausprägung bis in das Erwachsenenalter hinein fortbestehen.

Quelle: Wikipedia

2.) ADHS und Sport
Sportarten, die Bewegung ermöglichen und die Körperkontrolle steigen, sind für Kinder mit ADHS sehr hilfreich und auch empfehlenswert. Vermeiden sollte man Wettbewerbsdruck. Bezüglich der Freizeit sollten Eltern den Fernseh- und Computerkonsum regeln.

Da es ADHS-Kindern schwer fällt, in der Schule stillzusitzen, sollten sie in ihrer Freizeit zu ausgleichender Bewegung motiviert werden. Sinnvoll sind dabei Sportarten, die sowohl Freude an der Bewegung als auch ein hohes Maß an Selbststeuerung und -kontrolle in sich vereinen. Problematisch an vielen Sportarten ist das Verletzungsrisiko, denn ADHS-Kinder können Gefahren manchmal nicht so gut einschätzen oder verunfallen durch ihre Impulsivität. Trotzdem sollten ADHS-Kinder unbedingt Sport treiben, da dies ihre Erkrankung positiv beeinflusst. Positiven Effekt bringen Sportarten, die dem Kind Freude, Selbstbestätigung oder Annerkennung bringen.

Ungünstig sind Sportarten oder auch Vereine, bei denen das Kind in Wettbewerbsdruck kommt und diesem nicht standhält. Das kann eventuell vorhandene Verhaltensstörungen verstärken.

Quelle: betanet

Fazit:
Traditionelles Taekwon-Do und ADHS
Auf das traditionelle Taekwon-Do treffen alle Forderungen zu, die unter Punkt 2 an eine ADHS-gerechte Sportart gestellt werden:

kein Wettkampfdruck: Im traditionellen Taekwon-Do spielt der Wettkampf eine untergeordnete Rolle. Die konstante Leistung im regelmäßigen Training ist ausschlaggebend, einer Leistung an einem bestimmten Tag (Turniertag) wird demgegenüber wenig Beachtung geschenkt.

Selbstkontrolle: Im traditionellen Taekwon-Do wird höchster Wert auf körperliche und geistige Kontrolle gelegt, alle Bewegungen müssen präzise und sauber ausgeführt werden. Hier ist nichts dem Zufall überlassen.

Verletzungsrisiko: Das Verletzungsrisiko im traditionellen Taekwon-Do ist praktisch Null, da ohne Körperkontakt geübt wird. Siehe hierzu auch die Abhandlung von
Dr. med. Aman.

Bewegungsfreude: Das traditionelle Taekwon-Do bietet ein unwahrscheinlich hohes Bewegungsspektrum, das von Sprüngen, Drehungen, Stretching zu Arm- und Beinbewegungen in allen Varianten reicht. Abwechslungreichtum pur!

Freude und Anerkennung: Jede neue Technik, jede neue Übungsform (Hyong) die die Kinder "meistern", macht sie mächtig stolz. Eltern bekommen das neu Erlernte dann oft voller Begeisterung nach dem Training zuhause vorgeführt. Bekommen die Kinder nach bestandener Prüfung einen neuen Gurt, ist das natürlich ein kaum zu überbietendes Ereignis!

Das Training im traditionellen Taekwon-Do hilft vielen Kindern auf natürliche Weise zur Ruhe zu kommen!

 

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