DAN-Träger

2. DAN Taekwon-Do Meister

Robi Banerjee, Frankfurt-Zeilsheim

Beruf: Student der Medienwissenschaften

Ich habe mit Taekwondo angefangen als ich 9 Jahre alt war. Wie viele Jungs in diesem Alter war auch ich fasziniert von Jean Claude Van Damme und Jackie Chan. Gebannt saß ich vor dem Fernseher und schaute mir die spektakulären Kampfszenen an. Meinen Eltern blieb diese Bewunderung nicht verborgen und so steckten sie mich mit 10 Jahren in die Taekwondo-Abteilung der hiesigen Turngemeinschaft. Während meiner drei Jahre dort war Taekwondo für mich lediglich ein Sport, ein netter Zeitvertreib, der mir half mich schlank und fit zu halten. Das änderte sich als ich mit 13 in das Taekwondo-Center Main-Taunus wechselte. Dort war Taekwondo mehr als nur ein Sport. Taekwondo wurde hier als Kriegskunst verstanden mit der Disziplin und Ordnung einher gehen. Neben der Schulung des Körpers geht auch eine Entwicklung des Geistes einher. Es mag vielleicht in den Ohren mancher pathetisch klingen, aber Taekwondo hat mein Leben nachhaltig verändert, denn es hatte Einfluß auf alle Aspekte meines Lebens. Das Dogma nachdem ich durch das Taekwondo handele, heißt „Never Quit - Niemals aufgeben“. Dieses Dogma hat mir nicht nur im Taekwondo geholfen, sondern auch im normalen Leben. Meine Erfolge im Taekwondo haben mir gezeigt, dass durch eisernen Willen alles erreichbar ist. Mittlerweile ist Taekwondo zu einem integralen Bestandteil meines Lebens geworden. Für mich sind meine Mitschüler und Trainer eine zweite Familie geworden, denn Taekwondo verbindet. Auch wenn man weit weg von zuhause ist, findet man durch das Taekwondo Freunde. Ich müsste sicherlich noch ein paar Seiten füllen, um genau erklären zu können was Taekwondo für mich bedeutet, aber ich versuche mich kurz zu fassen : Taekwondo ist der tragende Pfeiler in meinem Leben. Es gibt mir Kraft Lasten zu tragen unter denen ich normalerweise zusammenbrechen würde.

gez. Robi Banerjee, Zeilsheim, 2.DAN seit 28.05.2007

Mohamed Beniyad, Frankfurt-Sossenheim

Beruf: Bankkaufmann

Mein Leben und das Taekwon-Do… Als Kind war ich immer sehr an Fußball interessiert und habe es auch irgendwann geschafft meine Eltern zu überreden, mich in einem Fußballverein anzumelden. Meine Eltern waren schon immer dagegen gewesen und wollten schon immer, dass ich mit Taekwon-Do anfange. Ich habe es immer wieder geschafft sie zu überreden, im Fußballverein zu bleiben, doch ich musste immer wieder kämpfen dies zu schaffen  Auch wenn ich ein Fußballfanatiker war, habe ich mich als Kind neben Fußball auch schon immer sehr für Taekwon-Do interessiert. Wenn wir in den Sommerferien in Marokko waren, bin ich immer mit meinem älteren Cousin ins Taekwon-Do Training gegangen und habe immer die ganzen Sommerferien lang mittrainiert. Im März 1999 war es dann soweit. Nach der Schule bin ich mit dem Schulbus in Kelkheim am Traditionellen Taekwon-Do Center Main-Taunus vorbeigefahren und dabei habe ich die koreanische und deutsche Flagge an der Wand hängen gesehen. Ich habe mir sofort gedacht, dass es nur etwas mit dem Kampfsport zu tun haben kann. Am Nachmittag habe ich mich entschlossen hinzufahren. Ich habe mich wieder in den Bus gesetzt und bin nach Kelkheim in das Taekwon-Do Center gefahren. Als erstes habe ich im Kindertraining zugeschaut und war sofort sehr begeistert. Anschließend habe ich dann in einer Jogginghose und T-Shirt bei Erwachsenentraining mittrainiert. Nach dem Training habe ich zu dem Meister gesagt, dass ich mich sofort anmelden möchte  Nun sind es schon neun Jahre, seit ich dabei bin. Seit dem habe ich meine kleine Fußballkarriere  aufgegeben und habe mich nur noch auf Taekwon-Do konzentriert. Taekwon-Do hat mein Leben verändert und hat mich gelehrt, Ziele zu setzten und Ziele durch harte Arbeit zu erreichen. Wenn es im Training anstrengend oder hart wurde, habe ich immer wieder mit dem Gedanke gespielt aufzugeben, doch der Wille es durchzuziehen war da und ich hatte mir ein Ziel gesetzt, das ich unbedingt erreichen wollte. Unser Meister sagte immer zu uns „Aufgabe gewählt, Aufgabe beenden“ und das habe ich mir in meinem Kopf eingeprägt. Etwas im Leben zu erreichen, ist nicht so einfach, doch wenn man will, dann geht es auch. Die Voraussetzung hierfür ist, etwas dafür zu tun. Wie es so schön heißt… „Von nichts kommt nichts“. Was mir persönlich an Taekwon-Do so gefällt ist die Disziplin und die Körperbeherrschung. Durch Taekwon-Do habe ich angefangen meinen Körper kennen zu lernen und ich habe gelernt, Muskulaturen einzusetzen, die ich vorher gar nicht gekannt habe. Im November 2004 habe ich meine 1. DAN-Prüfung im International Taekwon-Do Black Belt Center Frankfurt am Main vor unserem Großmeister Kwon, Jae-Hwa erfolgreich absolviert, über die ich mich sehr gefreut habe. Es war schon immer mein großer Wunsch gewesen, einen schwarzen Gürtel zu erlangen. Meine 2. DAN-Prüfung habe ich im Mai 2007 auf dem Bundeslehrgang in Bad Tölz ebenfalls vor unserem Großmeister Kwon, Jae-Hwa erfolgreich absolviert. Das nächste Ziel ist gesetzt und ich werde darauf hin zu arbeiten. Taekwon-Do ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens geworden.

gez. Mohamed Beniyad, Sossenheim, 2. DAN seit 28.05.2007

Joachim Klingel, Kelkheim                                                                                                                                                             

Beruf: Leiter der Kindertagesstätten "Sonnengarten" und "die Kinderkiste" in Liederbach

Ich bin erst relativ spät zum TKD gekommen, erst mit 40 Jahren habe ich mit dem Training begonnen. Aktueller Anlass waren Probleme in der Lendenwirbelsäule, eigentlich wollte ich in dem angegliederten Studio ein wenig an Geräten meinen Rücken stabilisieren. Nach einigen Probestunden war mir klar, dass ich im Traditionellen TKD besser aufgehoben bin als an den öden Geräten. Zu jeder Stunde gehört eine ausgewogene Aufwärm – und Dehngymnastik, die den ganzen Körper kräftigt und stabilisiert. Am TKD begeistert mich, dass das Training meine volle Konzentration und Kraft beansprucht. Ich muss in der Stunde voll dabei sein, sonst komme ich nicht weiter und erreiche keinen Fortschritt. In meinem Alter ist es relativ schwierig die komplexen Bewegungen nachzuvollziehen und in kürzester Zeit abzuspeichern. "Leider" bin ich zudem ein Lerntyp, der sich alle Bewegungsmuster erarbeiten muss. Doch gerade das ist eine Herausforderung, der ich mich immer wieder gerne stelle. In den Stunden kann ich vom restlichen Tag abschalten und geniesse es, mich zu fordern und an meine Grenze zu gehen. Nach der Stunde bin ich zwar körperlich KO aber geistig erholt. In der Gruppe können wir in allen Gürtelgraduierungen zusammen trainieren und darüber hinaus gibt es in der Schule einen guten Kontakt unter den Schülern. Ein besonders wichtiger Faktor beim traditionellen TKD ist der Respekt vor den anderen Schülern und vor dem Meister. Selbst beim Freikampf können Frauen und Männer zusammen ohne Gefahr trainieren und vervollkommnen ihre Körperbeherrschung. Gerade die Kontrolle und Körperbeherrschung ist meiner Meinung nach, die Grundlage dafür, sich in einer Notsituation adäquat verhalten oder verteidigen zu können. Jeder/Jede findet in unserem System nach und nach seinen Schwerpunkt, den man für sich ausarbeiten kann. Neben dem körperlichen Aspekt des Trainings ist die geistige Haltung, die zwangsläufig dazugehört, ein wichtiger Bestandteil unseres Trainings. Mit dem Erreichen der höheren Gürtelgrades  werden die Bewegungen komplexer und die Anforderungen an sich selbst wachsen. Mittlerweile ist es für mich sehr wichtig, mich den Herausforderungen im Training zu stellen und die Aufgabe, die ich gewählt habe auch so gut ich es vermag zu beenden. Im TKD geht es nicht darum der Beste oder Stärkste zu sein, sondern immer mein Bestes zu geben und an meinen Zielen weiterzuarbeiten.

Joachim Klingel, 1.Dan seit 22.3.2003 , 2.DAN seit 01.11.2008

Susanne Gack-Beckmann, Liederbach

Beruf: med. techn. Assistentin

Susanne Gack-Beckmann, 1.Dan seit 22.03.2003, 2.Dan seit 01.11.2008


Anja Möllenkamp, Frankfurt                                                                                                                                                                           

Beruf: Rechtsanwaltsgehilfin

Angela Falz, Hattersheim-Okriftel

Beruf: Sicherheit und Umweltschutz-Koordinatorin

Wie kam ich zu Taekwon-Do…

Schon solange ich denken kann, war es für mich eine Leidenschaft, mich sportlich zu betätigen. Als Teenager machte ich Leichtathletik. Später fehlte mir die Zeit, Ausbildung, Hochzeit und die Geburt meines Sohnes ließen mir nicht mehr viel Zeit dafür. Ich kam über meinen Sohn zu diesem Sport. Ich saß im Dojang und wartete darauf, dass Kevin sein Training beendete. Für mich nicht nachvollziehbar, dass man bei so „leichten Bewegungen“ derart ins Schwitzen geraten konnte. Bewundernswert, dass man sich so viele unterschiedliche Bewegungsfolgen merken kann (die Höhergraduierten und ihre Hyongs). An einem Abend plötzlich sprach mich einer der Schüler dort an und meinte: Na, willst du nicht auch mitmachen?? Ich!!! In meinem Alter mit diesen Bewegungen – das schien mir doch sehr unrealistisch. Aber hey, das Interesse war schon damals vorhanden. Zuerst war die Angst, sich völlig lächerlich zu machen. Aber gut, ich wollte wieder etwas tun, warum also nicht mittrainieren. Ich musste ja nicht den Ehrgeiz an den Tag legen, den die jüngeren Schüler dort hatten. Der Besuch eines Turniers in Weilburg dann überzeugte mich endgültig. Unzählige der Taekwon-doler standen, schauten zu und unterstützten die Teilnehmer mit einem Applaus, den ich vorher so noch nie erlebt hatte. In der heutigen Zeit, in der jeder nur an sich denkt, den Blick über den Tellerrand verloren hat, gab es diese unbeschreibliche Verbundenheit, diesen nicht zu beschreibenden Zusammenhalt. Noch nie hatte ich diese Verbundenheit unter den Taekwon-doler so intensiv empfunden wie an diesem Tag. Ich wusste: Da möchte ich auch dazu gehören… ich wollte ein Teil von etwas ganz Großem sein… Ohne weitere Überlegung stand ich also dort im Dojang mit in der Reihe, in Jogginghose, barfuss und wahnsinnig unsicher. Plötzlich war ich es, die nach den scheinbar einfachsten Bewegungen unglaublich ins Schwitzen kam und heute bin ich mit eine derjenigen, die sich diese vielen Bewegungen der Hyongs merken kann. Nie hätte ich erwartet, dass hinter einem einfach Tiefblock z. B. so viel Kraft und Energie steckt. Bei jeder Bewegung den ganzen Körper unter Spannung zu halten, sich derart auf sich zu konzentrieren, das war völlig neu. Man lernt sich und seinen Körper plötzlich ganz anders wahrzunehmen. Nichts entwickelte sich, wie ich es mir eigentlich so vorgestellt hatte. Es ist kein Ehrgeiz im eigentlichen Sinn, den man entwickelt. Man entwickelt sich selbst einfach weiter. Ich spürte, dass ich diese Werte, die wir in der Schule vermittelt bekamen mit in meinen Alltag nahm. Da waren Höflichkeit, Disziplin, Tradition, Selbstbeherrschung, die Fähigkeit, seine Grenzen immer neu zu definieren. Doch vor allem habe ich für mich das Motto…….never quit…. und…Aufgabe gewählt, Aufgabe beenden….verinnerlicht. Weder im Taekwon-do noch im Alltag ist man jemals fertig (never quit). Man ist ständig dabei sich zu entwickeln, seine Bewegungen zu verfeinern, zu präzisieren…und geht nicht gibt es tatsächlich nicht. Ab und an dauert es nur ein wenig länger bis man erkennt das und wie es geht….

gez. Angela Falz, Okriftel, 1.DAN seit 28.05.2007

 DAN-Träger                                                                                                                                                                                                                                                                                                           

                                                                                                                             1. DAN Taekwon-Do Meister

  Oliver Kopp, Sulzbach

Beruf: KFZ-Mechaniker

  Henrik Krüpper, Hofheim-Lorsbach

Henrik Kruepper, Diplom Ingenieur

Kampfsport, das war für mich lange Zeit bewundernswert, aber unerreichbar. Heranwachsend verband ich das mit elitärer, übermenschlicher Akrobatik und tödlichen Techniken a la Bruce Lee. Ich war nicht sonderlich beweglich und habe mich aufs Schwimmen im Verein konzentriert. Der Beruf hat mich mit Familie 2003 in die USA geführt, und unser Sohn Ruben nahm das Angebot einer Kinderstunde bei der lokalen Taekwon-Do Schule "Martial Arts World" im System von Großmeister Y. K. Kim wahr. Bald war die erste Prüfung und der erste Bruchtest, und ich als stolzer Vater durfte das Brett halten. Meine Frau sah das Funkeln in meinen Augen und überredete mich, es doch auch einmal zu probieren. So erfuhr ich, das dieser Sport offen für jeden ist, dass jung und alt, männlich und weiblich miteinander trainieren. Ein vierter Dan in unserer Schule saß wegen Kinderlähmung im Rollstuhl und war der unangenehmste Gegner im Sparring! Der gegenseitige Respekt und die Umgangsformen haben mich ebenso beeindruckt wie die Technik, die ich mir erst mit Anfang 30 aneignen konnte. Voll Begeisterung habe ich vier Jahre sehr hart trainiert und Ende 2006, kurz vor unserer Rückkehr nach Deutschland, in einer Tea-Ceremony den 1. Dan verliehen bekommen. Zurück in Deutschland suchten wir nach einer geeigneten Schule. Die Gruppe des Sportvereins war nichts für uns, hier wurde nur Wettkampf-TKD gelehrt, das hatte mit Kampfkunst und Selbstverteidigung nichts zu tun. Sofort begeistert waren wir von den Werten des Traditionellen Taekwon-Do nach Großmeister Kwon Jae Hwa. Ich fühle mich bis heute sehr geehrt, dass ich entsprechend den Gepflogenheiten der Kampfkunst meine Graduierung behalten durfte, nachdem der Schulleiter meine Technik eingehend begutachtet hatte. Im Traditionellen Taekwon-Do dauert es nicht von ungefähr mindestens sieben Jahre, bis man zum 1. Dan prüfen kann; die Ausbildung ist sehr gründlich und anspruchsvoll. Ich bin beruflich sehr viel unterwegs und kann nicht so viel in der Schule trainieren, wie ich mir das wünsche. Aber die Kampfkunst ermöglicht es mir, fast überall zu trainieren, geistig und körperlich. Die philosophischen Grundlagen begleiten mich jeden Tag und helfen mir in jedem Meeting, bei Verhandlungen, nach langen Arbeitstagen. Stelle Dich der momentanen Aufgabe mit aller Kraft und ohne Kompromisse und vertraue auf Dein Können und auf Dein Durchhaltevermögen, das ist für mich eine sehr hilfreiche Einstellung im täglichen Leben, die ich durch Taekwon-Do erfahren habe. Diese wird mich meine Leben lang begleiten.

 Jennifer Hamann, Kelkheim                                                                                                                                                                                                              



Jennifer Hamann, Auszubilende Chemilaborantion
Durch eine Zeitungsanzeige kam ich als  11-jährige zum ersten Mal mit Taekwon-Do in Berührung.  Mein Vater war von dem Sport sofort begeistert, während ich noch skeptisch war, denn ich wollte keinen Sport mit Körperkontakt ausüben. Am selben Tag haben wir die Schule besucht und ich habe mir das Training zunächst angesehen, weil meine Angst zu groß war. Als ich jedoch gesehen habe, dass man sich nicht verletzt, habe ich meinen Mut zusammengenommen und ab der Gymnastik bis zum Ende mit trainiert. Vom Meister und meinen Eltern musste ich jedoch zuvor gebremst werden, weil ich mich direkt anmelden wollte. Aber auch nach den folgenden Tagen wollte ich weiterhin Mitglied werden. Mich hat von Anfang an die Art von Technik fasziniert, auch wenn ich die Bedeutung der Bewegungen zum damaligen Zeitpunkt nicht verstanden habe. Bei den fortgeschrittenen Schülern wurden die Bewegungen so schnell ausgeführt, sodass eine Art „Ehrgeiz“  in mir geweckt wurde, der fortab mein Leben bestimmt hat. Die hohen Kicks haben mich begeistert, ebenso wie man lernt, durchzuhalten, seinen Körper immer weiter zu fördern, seine Grenzen zu erweitern und den Willen zu haben nicht aufzugeben. Aber nicht nur der Körper, die Gelenkigkeit und die Kondition haben mich beeindruckt, sondern auch die Tatsache, dass hier Werte vermittelt werden, die einige Menschen aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr kennen: Respekt voreinander, Höflichkeit und Selbstdisziplin.  Sogar bei Prüfungen werden allen Prüflingen die Daumen gedrückt, auch wenn man sich nicht kennt. Dort ist der Zusammenhalt sehr deutlich zu spüren. Zudem lernt man freundliche Trainingspartner kennen, aus denen in einigen Fällen auch Freundschaften entstehen. Das Training hat sich in dieser langen Zeit zu einem großen Bestandteil meines Lebens entwickelt.  Hier kann ich jeglichen Stress abbauen, der sich im Laufe des Tages/der Woche angesammelt hat. Es hat mich gelehrt niemals aufzugeben („Never quit“), immer weiterzumachen und meinen Weg zu gehen. Ich habe hier  eine zweite Familie gefunden, die mir Halt gibt. Trotz 3-jähriger Pause kann ich mir ein Leben ohne das Taekwon-Do nicht vorstellen. Ich habe hier her zurück gefunden und bin sehr dankbar,  am Training wieder teilzunehmen. Ganz aufhören und damit aufzugeben kam für mich nicht in Frage.  Am 07.11.2010 war es dann soweit. An diesem Tag habe ich meine DAN-Prüfung bei Großmeister Kwon, Jae-Hwa abgelegt. Es war ein erstaunliches Gefühl den schwarzen Gürtel umgebunden zu bekommen. Einige aus meinem Bekanntenkreis haben mich nach der Prüfung gefragt: „Jenni, du bist doch dann jetzt fertig, oder? Theoretisch könntest du jetzt aufhören.“

Meine Antwort dazu: „Nein, im Taekwon-Do  ist man niemals fertig. Dieses Ziel habe ich erreicht, aber es geht immer weiter. Wie Meister Kwon einmal sagte: „A black belt is a white belt, who never quits“ Ich bin nicht so weit gekommen, um dann wieder aufzuhören. Das ist nicht der Sinn dieser Kampfkunstart. Mir macht es noch sehr viel Spaß und ich werde weitermachen, solange es mir möglich ist. Ich bin sehr stolz darauf ein Mitglied dieser Schule zu sein und ich freue mich schon auf die kommenden Jahre mit seinen Überraschungen, die wir gemeinsam bewältigen werden.

 

Jennifer Hamann, 1. Dan seit

 Kevin Falz, Okriftel                                                                                                                                                                                                                          

Kevin Falz, Selbstständig

Soweit ich mich zurück erinnern kann mochte ich es Sport zu treiben. Bereits im Kindesalter liebte ich es mich viel zu bewegen, mich mit anderen zu messen und so eine Herausforderung zu haben. Im ging es mir darum Körper besser kennen zu lernen. Älter geworden versuchte ich mich an diversen Sportarten und stellte ziemlich schnell fest, daß sie entgegen meiner Erwartungen alle eines gemeinsam hatten. Man war immer irgendwo limitiert oder an ein Instrument gebunden. Ob ich aufgrund des Wetters, eiens defekten ode rgar fehlenden Schlägers nicht dazu kam Badminton zu spielen, oder die Tatsache das mich meine Turntrainerin aufgrund meiner Beweglichkeit  und Agilität in einer reinen Mädchengruppe unterbrachte veranlasste mich immer nach einiger Zeit aufzugeben. Nach einer Idee meiner Eltern fiel meine Wahl auf Kampfsport und schließlich auf Taekwon-Do.

Nach einigen Jahren in einem modernen Taekwon-Do System hatte ich schließlich den richtigen Sport für mich gefunden. "Endlich hast du das richtige gefunden" war mein Gedanke. Endlich konnte ich mich richtig mit anderen messen und mich so weiterentwickeln. Doch...nach einigen Jahren wurde unser Verein leider geschlossen, für mich aber war klar entweder Taekwon-Do oder gar nichts. Wir begaben uns auf die Suche nach einem anderen Taekwon-Do Angebot. Als wir das fanden erkannte ich außer einigen Bewegungen nichts wieder was mich an mein vorheriges Taekwon-Do erinnerte. Mit gemischten Gefühlen trat ich damals diesem Angebot bei. Ich konnte mir den Unterscheid einfach nicht erklären.

Ich sagte mir damals" es ist zwar aus irgendeinem Grund anders als das Taekwon-Do das ich bis dahin kannte aber dieser Mann dort auf der Trainingsfläche bietet dir weiterhin die Option deine Bewegungsart die du liebst weiter zu betreiben". Dieser Gedanke erweiterte sich mit jeder Traininsgstunde denn mir wurde bewußt das richtiges Taekwon-Do weitaus mehr Aspekte in sich vereint und die weitaus wichtiger sind als es  reines Wettkampf-Taekwon-Do vermitteln kann. Werte wie Höflichkeit, Disziplin, Selbstbeherrschung und Kontrolle, aus meinen anfangs zögerlichen Gedanken über meinen Beitritt wurde sehr schnell ein,: das war die beste Entscheidung meines Lebens." Ich hatte fortan zwei Mottos, deren Bedeutung ich mit Taekwon-Do weiter für mich entwickelte: 1. Be water my friend, und 2. Defeat yourself. Im Grunde bedeutet das nichts anderes wie : Dein größter Gegner bist du selbst ! Für mich ist Taekwon-Do eine Lebensaufgabe die man nie beenden kann ! Man ist niemals fertig damit sich weiter zu entwickeln. Jedoch werde ich so lange ich kann versuchen so weit in diesem Sport zu kommen wie es nur irgendwie geht.

gez. Kevin Falz 1. DAN seit 03.12.2011

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                                 Wir Gedenken in ewigem Respekt                              

Silke Reiter, geb. Groß 

          nach langem Kampf den Gesetzen des Lebens unterlegen, am 26.August 2010