Gürtelgrade
Gürtelfarben und Graduierungen
Jede Gürtelfarbe beinhaltet zwei Graduierungen, zu denen jeweils Prüfungen abgelegt werden müssen. Die Symbolik der einzelnen Farben soll hier nur kurz angedeutet werden.
Weißer Gürtel, 10. Kup
Leere. Weiß ist die reine Farbe, ihr Träger steht am Anfang des Weges. Das reine Nichts wartet auf Spuren, den Weg zu beginnen...
Weißer Gürtel, 9. Kup
Erste Schritte / der Geist ist motiviert und hat erkannt das die Arbeit Fortschritte bringt. Der Körper beginnt zu lernen...
Gelber Gürtel, 8. Kup
Gelb charakterisiert den Erdboden, also der Ursprung, auf dem alles wächst. Technik wird erkennbar...
Gelber Gürtel, 7.Kup
Stabile Spuren / erkennbare Blitzlichter von körperlicher Erkenntniss, ohne diese festhalten und nutzen zu können...
Grüner Gürtel, 6. Kup Grün zeigt, daß bereits Früchte entstanden sind und schon Leben aus den Grundlagen hervorgegangen ist. Der Schüler befindet sich am Scheideweg. Wird er zukünftig gegenüber seiner eigenen Kraftentfaltung bestehen können ? Wenn nicht ist die Zukunft beseelt von der ewigen Suche nach der vergangenen Herausforderung. Wenn ja, ist sie beseelt von Stolz und einer überdurchschnittlichen, charakterlichen Stärke und Größe.
Grüner Gürtel, 5. Kup stabile Formen sind entstanden / die Entwicklung bekommt eine Richtung: Wachstum-Bereicherung-Erkenntnis: Lernen ist Leben...
Blauer Gürtel, 4. Kup Mit der Farbe blau wird der Himmel dargestellt. Höhenluft / Erlerntes wächst und strebt zur Höhe, und verlangt nach neuen Herausforderungen....
Blauer Gürtel, 3. Kup bewegte Höhen / individuelles erhebt sich zur
Höhe und ragt mit vereinzelter Ästhetik aus dem Fundament....
Roter Gürtel, 2. Kup züngelndes Feuer / mit solidem Grundstock (Technikbeherrschung und physische Stärke) entfacht das KI (Kraft des eigenen Bewußtseins) starke Energien
Roter Gürtel, 1. Kup gefährliches Feuer / an Technik dem Meister nahezu ebenbürtig, aber die bescheidene Geduld ist die letzte, schwierige Prüfung im Angesicht von greifbaren Lorbeeren. Wer jetzt aufgibt wird sich im Leben oft dabei bemerken, wie er sich selbst im Wege steht.
Meister, 1. DAN bis 4. DAN Meistergrad / jetzt erst beginnt die Reise; auch
wenn viele diesen Gürtel als Ziel benennen. Ein Quantensprung der eigenen Entwicklung ist erfolgt, ohne das der Schüler es wirklich an etwas anderem außer dem schwarzen Gürtel festmachen kann. Man ist nun Repräsentant der Schule und seines Lehrsystems. Höchste Aufgabe des wirklichen Meisters ist es die Kunst zu erhalten, die Schule zu unterstützen und seinen Lehrer zu respektieren. Nichts hält einen mehr davon ab Meister zu sein. Verletzungen, körperliche Gebrechen woher sie auch immer rühren mögen, vergehen bzw. kann man durchaus mit ihnen arbeiten und weiter trainieren. Das Alter entbindet nur, wenn man schwerst versehrt ist. Ein Meister der der Kunst den Rücken zukehrt, hat sie nie richtig verstanden. Darum ist es gut das er geht, denn er würde sie falsch weitergeben. Ein Meister der gehen muß weil er beruflich oder familiär bedingt eine Schule unserer Kampfkunst nicht mehr besuchen kann, trägt die Pflicht in seinem Herzen und redet nur vorbildlich und wirkt jeder Desintegrität entgegen. Wann immer es ihm möglich ist kehrt er zu den Wurzeln seiner Arbeit zurück, um sich neu zu zu stärken und zu festigen.
Großmeister, 5. DAN bis 7. DAN
Schwarz ist die Farbe, die alle anderen in sich vereinigt, stärker ist als alle anderen. Die Farbe, die Achtung und Ehrfurcht einflößt. Die Meister höherer Graduierungen lernen solange sie leben, denn das Leben ist nur dann erfüllt, wenn man nie aufhört sein Wissen zu erweitern. Sie arbeiten unermüdlich an dem Erhalt und der Weiterentwicklung der Kampfkunst und deren Weges. Eine der großen Herausforderungen der Meister unserer Kampfkunst ist es, entgegen den auf unseren eigentlich der körperlichen Beanspruchung ausgelegten Körper , zerstörerischen Vereinfachungen und Erleichterungen unserer Zeit zu wirken und den Menschen einen Weg zu zeigen, der im Einklang mit Körper, Geist und Seele und der Moderne liegen kann. Stabilität ist Kontinuität, Kontinuität ist Regelmässigkeit, Regelmässigkeit braucht Zeit, Dinge über Zeit zu tun bedeutet eine Tradition leben. Tradition ist Erhalt. Erhalt ist nicht Vergessen. Nicht vergessen wer wir sind bedeutet immer zu wissen woher wir kommen und was uns so stark gemacht hat um in der Zukunft bestehen zu können.
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